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Manapany Surf Festival
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30. September 2007
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Am letzten Septemberwochenende sind wir ganz in den Süden gefahren.
In Manapany-les-Bains (kurz vor St. Joseph) findet einmal im Jahr ein Surf Festival statt. Auf zwei kleinen und einer größeren Bühne wird den ganzen Tag über Musik gespielt, am Straßenrand verkaufen die Bewohner von Manapany Essen und Getränke, von Samoussas über ganze Reisgerichte bis zu Süßen Sachen wie Crêpes und frischen Erdbeeren.
Am Samstagnachmittag sind wir angekommen und haben schnell gemerkt dass sich die 3-stündige Busfahrt gelohnt hat: Die Atmosphäre war fast ein bisschen familiär, weil das Festival wirklich klein ist. Die Dorfstraße entlang der Küste war gesäumt von Essens- und Süßigkeitenständen, die Musik der kleinen Bühne war überall zu hören, und in der Surfbucht gab es einen Surf- und einen Bodyboardcontest.
Um 17.30 gings dann auf der nächsten Bühne weiter mit lateinamerikanisch angehauchter Musik. Die Sonne ging dann natürlich auch schon bald wieder unter, und so stellte sich umso schneller die richtige Feierstimmung ein.
Das Konzert auf der Hauptbühne begann um 19:30 und hat 15€ Eintritt gekostet. Die Bühne trägt den sehr passenden Namen „Ti Coin Charmant“, was soviel heißt wie „Kleines, Charmantes Eckchen“. Und das war es wirklich: ein kleiner grasbewachsener Kessel mit einem Durchmesser von ca. 20 Metern, in Richtung Meer blickte man auf die Bühne, der Hintergrund war mit Palmen auf den Hügeln gesäumt.
Die erste von vier Gruppen war eine Soulgruppe, die alle möglichen Klassiker von James Brown und Co. Gespielt haben, dazwischen auch ein paar eigene Songs (zumindest kannten wir die noch nicht). Die folgenden Gruppen waren mehr im Reggae- und Ska- Bereich angesiedelt, und haben umso mehr Stimmung gemacht. Nachdem gegen halb 2 auch das allerletzte Lied zu Ende war, sind wir nochmal kurz zum Meeresufer geschlendert. Strand kann man es dort wirklich nicht nennen, denn je mehr man in den Süden der Insel kommt, desto mehr Steilküste und weniger Sandstrände gibt es.
Geschlafen haben wir dann auf der Terrasse eines Wohnhauses, dessen Besitzer uns erlaubt haben dort zu lagern. Es war ein bisschen hart, aber ansonsten habe ich in meinem Schlafsack sehr gut geschlafen. Morgens um neun wurden wir sanft von der Musik und dem wieder beginnenden Surfkontest geweckt, und dann haben wir sogar noch frischen Kaffee und Saft zum Frühstück bekommen. Nachdem wir zusammengepackt hatten, gings wieder zum Aussichtspunkt und dann ganz schnell mal baden in einem natürlichen Bassin ein bisschen abseits der Surfbucht. Es war wunderbar erfrischend, in dem Meerwasser zu schwimmen. Den restlichen Sonntag haben wir mit der Musik lauschen, den Surfern und Bodyboardern zuschauen, in der Sonne liegen und ab und zu baden verbracht. So gegen vier haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, natürlich mussten wir von Manapany bis St. Pierre mal wieder trampen, um dort in den Car Jaune zu steigen. Aber glücklicher weise haben wir einen netten Kleintransporter gefunden der uns mitgenommen hat. einmal mussten wir uns hinten im Laderaum zwar vor der Polizei ducken, ansonsten sind wir aber heil am Busbahnhof angekommen udn später auch zuhause.
Dieses Wochenende war das bisher schönste für mich, es war einfach so schönes Wetter und die Stimmung so nett und entspannt... nicht zu vergessen die Kulisse!
Es ist eben einfach etwas ganz anderes, unter Palmen zu feiern!
An diesem Wochenende habe ich beschlossen: "ich bleib′ hier!"
100g de Têtes: Manapany
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